Alta Via del Lario - Erster Abschnitt
San Bartolomeo - Bivacco Ledù - Capanna Como
Ausgangspunkt: San Bartolomeo
Zwischenstopp: Bivacco Ledù
Endpunkt: Capanna Como
Min. Höhe: 1.202 m
Max. Höhe: 2.418 m
Wanderzeit: 8 Std.
Länge: ca. 16 km
Schwierigkeitsgrad: EE
Besonderheiten: die Tour ist in drei Etappen unterteilt. Typische Hochgebirgslandschaft:
Magerwiesen, Almrausch und weiter oben steiniges Gelände, Geröll, kleine Felsen. Man
geht auf Steigen, die oft über festgelegten Strecken alte Almweiden untereinander verbinden
und sich entlang der Bergkämme oder am Fuße von Steilwänden auflösen.
Kennzeichnung: aufgestellte weiß-rote Markierungspfäle.
Ausrüstung: wandertauglich, Proviant für mehrere Tage, Hüttenschlüssel
Wegbelag: Weg, Geröll, mit Ketten gesicherte Strecken
Beste Jahreszeit: Ende Mai-Anfang Oktober
Stützpunkte: Capanna Como (Schlüssel in der Pizzeria Sant’Anna di Livo: 0344 85756 -C.A.I.
Dongo: 0344 81074); Rifugio Darengo (Schlüssel und Auskünfte Gemeindeamt Livo: 0344 89761);
Bivacco Ledù (C.A.I. Dongo: 0344 81074). Die Schutzhütte ist unbewacht und immer offen
Wegbeschreibung
Mit dem Auto fährt man bis nach Gera Lario am oberen Comer See, von hier biegt man ab
nach Bugiallo, dann nach San Bartolomeo bis ans Ende der asphaltierten Fahrstraße. Hier
weist ein aufgestelltes Schild mit weiß-roter Markierung auf eine Spur, die leicht abwärts zum
Pinienhain führt, anschließend bis zu einem Schotterweg, der hinauf in die Senke mit den
Berghütten von Pescedo geht. Man überquert den Valscura Bach und wendet sich in Richtung
Monte dell’Alpe di Mezzo (1.551 m, 50 Min.), dann geht es steil über grasbewachsene Weiden
zum Gipfel des Bergrückens, dem so genannten Terminone (1.853 m). Man besteigt den Kamm
mit Panoramablick (Mottone) und hält sich dabei auf der Seite des Lario bis zur ersten
Relaisplatte auf dem Sasso Bianco (2.396 m), Vorgipfel des Sasso Canale. Weiter geht man auf
steinigem Gelände bis knapp unter den Kammgrat in Gipfelrichtung des Sasso Canale (2.411
m, 3 Std.), von hier aus dann talwärts auf schwierigem, bröckeligem Grund, auf Platten und
einzelnen Felsbrocken in mühsamem Gelände.
Zurück auf den Passo Canale (2.215 m) und um das strenge Amphitheater des Tals herum.
Später geht man an einem gut erkennbarem Felsbuckel vorbei, dem Tabor (2.316 m), und
weiter vorne streift man den Fuß des Sasso d’Alterno (2.399 m). Eine vorspringende Schieferwand zwingt uns, an Höhe zu verlieren (2.130 m) und führt zu einem Geröllkegel
am Fuße der Westwand des Pizzo di Ledù (2.505 m). Mühsam klettert man wieder hoch bis
zu einem klar erkennbaren Felssockel mit bis in vorgerückte Jahreszeit liegen gebliebenem
Schnee (2.310 m). Hier beginnt die gesicherte Strecke zum Pizzo di Ledù
(Schwierigkeitsgrad 2). Man nimmt die Wand in Angriff und folgt dabei den Metalltauen.
In Richtung Gebirgskamm überquert man lockere Felsen und ausgesetzte Abschnitte bis
zum Einschnitt, der in das Valle di Ledù führt (2.418 m). Ein leichter Geröllkanal zwischen
Wänden erlaubt es zum Fuße der Felsen zu gelangen. Ohne an Höhe zu verlieren, geht
man nach rechts dem Risciun entlang in Richtung Pizzo Rabbi, erobert sich beim Abstiegüber horizontale Platten und Grasstreifen den gut sichtbaren Bivacco Petazzi auf der felsigen
Anhöhe am Ufer des Ledù Sees (2.241 m, 6 Std.).
In stetigem Auf und Ab durchquert man die Valle di Ledù in Richtung des grasbewachsenen
Sattels Avertai (2.206 m), der hineinführt in das Val d’Inghirina. Gleich geht es über
Weiden und zwischen Almrausch hinunter, und unten um einen felsigen Vorsprung und
anschließend in die Mitte der Talebene. Bis zum Lago di Cavrigh (2.130 m) gewinnt man wieder
langsam an Höhe, wieder geht es bergab zur Conca dell’Avert di Cavrigh, vorbei am Fuße
der Felsen, die vom Passo del Cardinale (2.242 m) stammen und weiter das Ziel der Scharte
Bocchetta di San Pio (2.183 m, 8, 30Std.) vor Augen. Wir wandern hinunter in Richtung Lago
di Darengo, überschreiten den steinigen Kanal und dann links am Fuße der Platten bis zu
einem Geröllstreifen weiter. Man überquert ihn und geht dann hinunter zum gut sichtbaren Rifugio Avert Darengo (1.774 m). Von hier aus erreicht man bald den See, und erobert sich nach
dem Aufstieg zu einem kleinen Rücken die Capanna Como (1.791 m).
|
 |